Singlebörsen und Mathematik

Komischer Titel für einen Beitrag? Sehe ich ein. Aber man sagt ja, dass der Titel eines Beitrags die Leute neugierig machen soll. Da du das hier gerade liest, hat es wohl funktioniert. 🙂

Um was geht es? Ein Artikel in der aktuellen c’t beschreibt, wie schwer es ist, wenn man seine Mitgliedschaft bei einer Singlebörse im Internet kündigen möchte. Offensichtlich legen einem die Betreiber dabei viele Steine in den Weg. Warum ist das wohl so? Hier ein paar Zahlen zum drüber nachdenken, wenn man plant, sich bei Parship, Elitepartner und anderen anzumelden.

In Deutschland lebten Ende 2015 rund 82 Millionen Menschen. Laut Statistik sind davon 59% verheiratet, die sind also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bei Singlebörsen registriert. Es bleiben also 33 Millionen vermeintliche Singles übrig. Man darf aber nicht vergessen, dass die Schließung einer Ehe für viele jüngere Menschen heute nicht mehr den Stellenwert hat, den sie früher einmal hatte. Zieht man nun diese Lebensgemeinschaften auch noch ab, kommt irgendwann heraus, dass ungefähr 22,5% der Deutschen alleinstehend sind, das sind 18 Millionen Menschen. Soweit, so gut! 13,3% davon sind zu jung (<18) und somit nicht in der Lage, einen Vertrag mit den Singlebörsen einzugehen. 22,5% sind zu alt (>60), als dass sie sich für solch einen neumodischen Kram interessieren würden. Übrig bleiben Somit 64,2% und somit ca. 12 Millionen Menschen. Hier endet jetzt die Statistik und ich greife für die Zahlen auf den gesunden Menschenverstand zurück.

Von den 12 Millionen sind sicherlich 75% in der Lage, einen Partner auf die „althergebrachte Art und Weise“ kennenzulernen, indem sie ausgehen oder sich anderweitig in Gesellschaft begeben. Gerade die älteren Damen und Herren halten sicherlich wenig von Singlebörsen im Netz (und laut demografischem Wandel nimmt dieser Teil der Bevölkerung ja ständig zu). Vielleicht liegt es auch an mir, aber ich kenne niemanden, der solche Portale nutzt. Ich gehe daher mal davon aus, dass ich mit 75% nicht so falsch liege. Es bleiben 25% übrig, das sind drei Millionen Menschen.

Das sind immer noch ganz schön viele einsame Seelen, das gebe ich zu. Aber zum Glück sieht es nicht ganz so düster aus! Seit 2001 gibt es nämlich Parship und bei Parship verliebt sich alle 11 Minuten ein Single! Kein Witz, das sagen die ja in der Werbung! Gehen wir davon aus, dass das in den letzen 10 Jahren so funktioniert hat. Wie sonst sollte man mit solchen Zahlen sinnvoll Werbung machen? 10 Jahre, das sind 10*365*24*60 Minuten = 5,2 Millionen Minuten. Wenn sich da alle 11 Minuten jemand verliebt, dann sind schon ~470.000 Menschen raus aus der Sache.

Und was ist mit den anderen Portalen? (neu.de, friendscout24, elitepartner, eDarling, lovescout, Tinder, Lovoo, usw.) Die sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Wenn die anderen Portale es in ihrer aktiven Zeit auf nur je 200.000 erfolgreiche Vermittlungen gebracht haben, dann fehlen somit nochmal 1,4 Millionen Leute im Bestand. Die potentiellen Partner sind also deutlich weniger (~ eine Million) als noch vor ein paar Jahren… Tendenz: fallend! 😮

Wen wundert es dann, dass die Portale an ihren Mitgliedern hängen? Die vermitteln sich ja selbst die Kundschaft weg und die steigende Kinderlosigkeit in vielen Familien tut ihr übriges dazu, dass auch nix nachwächst. Wenn wir davon ausgehen, dass die alle weiter so erfolgreich bleiben, wie es die Werbung verspricht, dann gibt es in ein paar Jahren keine Singles mehr! Ein komisches Geschäftsmodell ist das…

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SePhi und AVM

Himmel, Arsch und Zwirrn. Im Moment habe ich mit AVM-Produkten echt kein Glück! Ständig verreckt irgendwas und jedes Mal sind es ganz beschissene Fehler, die nur schwer zu lokalisieren sind! 😦
 

Fritz!Box 7390

Zunächst hat eine 7390 den Dienst quittiert. Sie hat zwar noch mit der Vermittlungsstelle synchronisiert, aber eine IP-Verbindung konnte sie dann nicht mehr aufbauen. Laut AVM-Service muss das am Provider liegen. Der Techniker des rosa Riesen bestätigte aber meine Vermutung, dass der Router ’nen Hau hat. Die Box war zu dem Zeitpunkt kaum 1,5 Jahre alt – eigentlich kein Alter, oder?

Fritz!Box 7430

Als nächstes streikte eine 7430. Die hat zwar einwandfrei synchronisiert und eine Internetverbindung aufgebaut, aber keine Rufnummern mehr für VoIP angemeldet. Fehlermeldung: „Die Gegenstelle antwortet nicht: Zeitüberschreitung“. Der AVM-Service hat natürlich erstmal auf den entsprechenden Server beim Provider getippt, der den Geist aufgegeben haben soll. Leider wurde ich auch hier eines Besseren belehrt. So langsam hätte ich es wissen können. Alter der Box: Kein Jahr (11 Monate).

Fritz!WLAN Stick N

Außerdem hat vorgestern mein Fritz!WLAN Stick N das Zeitliche gesegnet. Natürlich passiert so etwas, nachdem ich meinen Router getauscht habe (7430 ->7490). Habe also ewig überlegt, welche Probleme der neue Router verursachen könnte, weil auch mein Notebook schlechte Latenzen aufwies. Dann fing ich an, zu realisieren, dass ein kaputter Stick evtl. auch die anderen Netzwerkgeräte stört. Siehe da, das war es wohl. Neuer Stick, neues Glück. Alter: 2 Wochen.

Fazit

Also im Moment ist echt der Wurm drin! Ich trau mich schon gar nicht mehr, irgendein Produkt von AVM zu verbauen. Bisher hielt der Kram immer Ewigkeiten und ich habe gerade die 7430er Fritz!Box allen möglichen Leuten empfohlen, bei denen eine Umstellung auf VDSL anstand. Ich hoffe, dass ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt habe. :/ Jaja, ich weiß, die 7490 ist eigentlich das Top-Produkt und deutlich besser. Aber warum sollte Otto Normal für’s surfen auf der Couch ’nen 100er mehr hinlegen?

Blöd finde ich außerdem, dass der Service von AVM bei nahezu allen Fehlern erstmal auf den Provider zeigt und behauptet, ihr Produkt würde immer einwandfrei seinen Dienst verrichten. Bis man denen glaubhaft gemacht hat, dass der Fehler genau dort liegt (z.B. weil man das Gerät getauscht hat), ist es echt ein langer Weg. Und offensichtlich liegt der Fehler öfter beim eigenen Produkt, wie man es sich dort bei AVM gerne wünschen würde.

Leider habe ich kaum Alternativen auf dem Schirm. 😦 Daher meine Frage an euch: Welche Router kauft ihr? Von welchem Hersteller? Und wie zufrieden seid ihr mit den Produkten?

SePhi42 goes YouTube

Ich hatte es ja schon länger vor, leider fehlte mir bisher immer die Zeit: Endlich habe ich mein erstes (von hoffentlich vielen) Videos auf YouTube veröffentlicht. Hier kannst du dir das Ergebnis ansehen.

Ja, ich weiß, die Qualität ist noch lange nicht optimal, dazu fehlt es an Ausstattung (Schnittsoftware, Kamera) und natürlich auch an Know-How. Aber ich hoffe, dass beides im Laufe der Zeit besser wird. 🙂

Die erste geplante Videoreihe wird sich mit Netzwerktechnikinhalten beschäftigen und soll allen Studierenden und Schülern dazu dienen, Gelerntes zu festigen, Vergessenes wieder ins Gedächtnis zu rufen oder Neues kennenzulernen. Aber sicherlich lässt sich das Angebot irgendwann auch hin zu anderen Inhalten (Computersysteme, Programmierung, Mathematik) ausbauen.

Viel Spaß mit dem ersten von hoffentlich vielen Videos, lass mir doch hier oder YouTube unter dem Video einen Kommentar da, damit ich weiß, was ich besser oder anders machen kann. Feedback ist mir bekanntlich wichtig!

 

Musikmesse 2016 in Frankfurt

Gestern habe ich einem Freund dabei geholfen, den Stand eines Ausstellers (Joyo) aufzubauen. Ganz schön stressig, aber auch mal eine spaßige Angelegenheit. 🙂

Um 08:30 Uhr fing alles damit an, den gemieteten Transporter zu beladen.          12936568_10153991125614564_8504435128823325939_n Motto: Ladungssicherung wird total überbewertet. Zum Glück sind wir über die Landstraße nach Frankfurt getuckert. 🙂

Dort angekommen und nach erfolgreicher Lokalisierung des Standes durfte dann alles entladen werden. Traumhaft!

11143126_10153991125694564_8818710564154382137_nDas Bild zeigt nur die Regale, Sofas und Tische… Werkzeug sowie etwaiges anderes Equipment kamen noch hinzu. Zum Glück gab es relativ nah am Stand einen Zugang zur Halle, so dass die Laufwege nicht sooo lang waren.

Dann ging es ans Werk: Zehn Regale, drei Sofas sowie zwei Tische galt es zusammenzubauen. Alles Ikea, das sollte eigentlich flott gehen…

12524136_10153991125799564_4688920880773275315_n 11202107_10153991125839564_6043627271133733358_n 12931143_10153991125879564_5239421937920796202_nNach ein paar Stunden kam die Vertriebsmannschaft aus China hinzu. Ich würde ihre Versuche, uns zu helfen, als bemüht bezeichnen. Wirklich beschleunigt haben sie unser Vorhaben allerdings nicht. Als alter Fuchs und Lehrer habe ich mich aber an die goldene Regel gehalten: Immer erstmal loben. („First of all, you got the right hammer. That’s great! But the way you’re holding it…..“)

1958311_10153991126144564_2692273525686239974_n 11205044_10153991126044564_4544803742653290281_n 12670504_10153991125929564_2026163809323827583_n12472443_10153991126029564_8799006350464933425_nZu guter letzt wurden die Möbel hübsch angeordnet und der Stand mit den Produkten bestückt werden. Zum Testen der Amps musste eine echt geile handgemachte Gitarre von Markus Quenzel herhalten. Die hat schonmal Spaß gemacht! Wenn sowas nicht so unverschämt teuer wäre… 🙂

12924498_10153991126149564_5107816601682012435_n IMG_0518 IMG_0519 IMG_0520 IMG_0521

Um kurz vor 10 abends war ich endlich wieder zuhause, war ein ganz schöner Ritt! Aber Spaß gemacht hat es allemal und eine schöne Abwechslung war es auch. Arbeit, bei der man den Fortschritt jederzeit sehen kann, ist schon was feines. Im Gegensatz zu Klausurstapeln, die nach dem Korrigieren immer noch genau so bescheuert auf dem Schreibtisch rumliegen wie vorher… 😉

Cisco-CCNA R&S Instructors Course (ITN)

Für Lehrer im Bereich Netzwerktechnik ist es heute schon fast ein anerkannter Standard, dass Cisco-Hardware und das damit zusammenhängende Wissen zur Konfiguration derselbigen im Unterricht thematisiert werden müssen. Das tue ich zwar schon eine ganz Zeit lang bzw. seit jeher, aber jetzt darf ich mich ganz offiziell zertifizieren lassen. 😉

Was bedeutet das? Möchte man seine Schüler / Studierenden auf die Zertifizierung zum CCNA (Cisco Certified Network Associate) vorbereiten, so muss man dafür eine Schulung zum Intruktor für die entsprechenden Inhalte über sich ergehen lassen. Dabei werden weniger die Inhalte und das Verständnis von der Materie überprüft als vielmehr die Tatsache, ob man wohl die ganzen Befehle fein artig auswendig gelernt hat. Für mich also die pure Hölle. Hätte ich irgendwann mal mein Talent für das Auswendiglernen entdeckt, wäre ich Mediziner geworden. No offense!

Das Cisco-Curriculum erstreckt sich über vier Semester, für jedes dieser Semester kann und muss man einen Instruktorenkurs belegen. Die Inhalte gliedern sich in etwa wie folgt:

  1. Introduction to Networks: Grundlagen, Protokolle, Medien, Kommunikation, Adressierung,…
  2. Routing and Switching Essentials: Statisches und dynamisches Routing mit RIP und OSPF, VLANs, ACLs, NAT, Wireless…
  3. Scaling Networks: EIGRP, HSRP, SNMP, Spanning Tree, etc.
  4. Connecting Networks: WAN-Anbindungen mit allem was dazu gehört

Klingt im ersten Moment immer sehr spannend, im zweiten ist es dann ernüchternd. Klar, ich werde die Kurse alle belegen, da bleibt mir nicht viel anderes übrig. Trotzdem möchte ich meinen Unterricht weiterhin abseits der Curricula verorten. Dafür liegt mir dort der Schwerpunkt zu sehr auf den Cisco-Befehlen und der Auswendiglernerei von Abläufen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass Unterricht allgemeingültige Inhalte beackern sollte, deren Halbwertszeit nicht daran hängt, wann ein Hersteller eine neue Version des eigenen Betriebssystems auf seine Hardware klatscht. Dass Cisco-Hardware zum Lernen gut taugt und in den Unterricht eingebunden wird, ist was anderes. Aber Gott bewahre mich davor, dass ich eine Schüler irgendwann daran messe, ob sie einen Router ohne Handbuch in kürzester Zeit basiskonfigurieren können. 🙂

Hybrides Leidwesen reloaded

Vor ein paar Wochen habe ich über das Leid eines Freundes berichtet, der bei der Telekom einen (wenn auch eher unsinnigen) Tarifwechsel anstrebte. Vor ein paar Tagen (13.01.2016) hat er nun von der Telekom die erste echte Rückmeldung erhalten: Man möchte den neuen Anschluss zum 19.01.2016 schalten, so heißt es im Schreiben. Natürlich erreichte mich prompt der Anruf, wie es nun weitergehen soll.

Vor Ort angekommen habe ich zunächst festgestellt, dass der „Speedport ISDN-Adapater“, der mir während der letzten Telefonsession (hier zu lesen) zugesagt wurde, natürlich noch nicht seinen Weg zum Anschlussinhaber gefunden hat. Auch sonst hat man zwei Monate lang eigentlich nichts mehr unternommen, außer mehr Ärger zu produzieren. Aber auch hier wieder der Reihe nach.

Ich hatte vorgestern einen guten Tag, deswegen habe ich mir den Spaß gemacht und gleich bei der Telekom angerufen. Es ist kein guter Tag, wenn man nicht mindestens eine bescheuerte Ausrede von einem T-Affen gehört hat. Also: Ran an den Speck! Der (noch) überaus freundliche Mitarbeiter konnte natürlich nichts über den Verbleib des ISDN-Adapaters sagen, der für eine Umstellung des Anschlusses wohl zwangsläufig notwendig ist. Immerhin sicherte er mir zu, dass ich den vorhandenen Sternvierer in der Wand einwandfrei für eine Verlängerung des Anschlusses zur 1. Dose nutzen kann. Ich wollte die Zusicherung weniger, weil ich denke, dass das nicht funktioniert. Viel wichtiger war mir, dass mir von Seiten der Telekom eine Zusage gemacht wird, auf die ich mich später verlassen kann, falls es mal zu Problemen kommt. 😉

Als nächstes musste ich mich um die letzten Rechnungen kümmern, die enthielten alle recht lustige Positionen. Natürlich hat man weiterhin die Miete für den alten Router abkassiert, aber natürlich auch die für den neuen Router (der an dem Anschluss noch gar nicht wirklich genutzt werden kann (8,36 Euro + MwSt.!). Und das alles schon seit dem Tag, an man erstmal versuchte, den Anschluss zu schalten. Dies habe ich bereits während der Gespräche im November bemängelt, als ich darauf aufmerksam machte, dass der Kunde das Altgerät noch gar nicht zurücksenden kann, weil er es aufgrund der nicht erfolgten Schaltung ja noch benutzt! Offensichtlich hat das niemanden interessiert, weshalb seitdem etwa 15 Euro Miete pro Monat abgebucht wurden. Der Renner war aber die Rechnung vom Januar: Hier wurden 159 Euro zusätzlich abgebucht, weil der alte Router nicht zurückgesendet wurde. Unfassbar! Dem Mitarbeiter war das nicht mal peinlich. „Das macht das System, das hätte hier niemand verhindern können“, so die lapidare Ausrede. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich hier auch keine Antwort mehr parat hatte. Was soll man dazu noch sagen? Und nein, ich denke mir diese Sachen nicht aus. Das ist Telekomrealität und ich will gar nicht wissen, wie viel Blödsinn dieser Verein an einem Tag baut. Man kriegt ja nur Ausschnitte mit, aber die zeichnen ein trübes und düsteres Bild. Immerhin will man die gesamten Beträge nun gutschreiben, so dass dem Kunde „kein Schaden“ entsteht. Wenn man als Kunde der Telekom also unfreiwillig über Monate hinweg einen Kredit über ca. 200 Euro zu Null Euro Zinsen geben muss, dann ist das kein Schaden? Was denn dann? Ein Privileg? 😉

Als ich dann endlich aufhören konnte, meinen Kopf auf die Tischplatte zu schlagen, habe ich nun den Auftrag gänzlich storniert und ein Rücksendeformular für den Speedport Hybrid angefordert. Egal wie – so kommt man ja nicht wirklich weiter. Und wenn ich hier jetzt noch erzähle, was da in Sachen Mobilfunkvertrag gelaufen ist…. Aber dazu äußere ich mich dann im nächsten Beitrag. 😉

Der Duplicate-Address-Detection Prozess

Wenn ein Client seine IPv6-Adresse gebildet hat (oder zugewiesen bekam), muss er überprüfen, ob diese bereits im Netz vergeben ist. Dies geschicht über einen Prozess, den man Duplicate-Address-Detection (kurz: DAD) nennt. Dabei geschieht folgendes:

Grob:

  1. Der Client sendet eine Nachricht an die „tentative“ Adresse, die er selbst nutzen möchte.
  2. Erhält er innerhalb einer Zeitspanne x eine Antwort, muss er eine neue Adresse bilden. Erhält er keine Antwort, so geht er davon aus, dass die Adresse noch nicht genutzt wird und überführt sie in den „valid“ Zustand.

Im Detail:

  1. Der Client sendet eine Neighbor-Solicitation Nachricht an die „tentative“ Adresse, die er selbst nutzen möchte. Dabei ist die Absenderadresse die sogenannte unspezifische Adresse (:: – dies entspricht 128 Nullbits) und die Zieladresse die Solicited-Node-Adresse (siehe Multicast-Adressen) der tentative-Adresse.
  2. Ein IPv6-Knoten, der diese Nachricht erhält, antwortet mit einer Neighbor-Advertisement-Nachricht. Diese Nachricht wird an die All-Nodes-Multicast-Adresse
    ff02::1

    gesendet, so dass auch der überprüfende Knoten sie erhält. Bleibt diese Nachricht eine Zeit lang aus, kann die Adresse genutzt werden.

 

Der Lebenszyklus von IPv6-Adressen

IPv6-Adressen sind nicht sofort und (oft) auch nicht unendlich lange gültig. Sie haben einen Lebenszyklus, der aus verschiedenen Zuständen besteht. Diesen Lebenszyklus möchte ich in diesem Beitrag beschreiben. Zunächst eine Abbildung:

IPv6Lebenszyklus
Der IPv6-Lebenszyklus als Bild. Die Zeitpunkte tx werden weiter unten erläutert.
  • Tentative: Eine neue IPv6-Adresse (t0) hat (unabhängig von ihrer Quelle) zunächst den Zustand tentative. In diesem Zustand darf die Adresse noch nicht genutzt werden, weil noch nicht klar ist, ob ein anderer Teilnehmer im Netz die gleiche Adresse bereits einsetzt. Um herauszufinden, ob die Adresse eindeutig ist, führt ein Teilnehmer den Duplicate Address Detection Prozess (kurz DAD) durch. Am Ende dieses Prozesses wird entweder die Eindeutigkeit festgestellt oder die Adresse verworfen und eine andere Adresse per DAD geprüft.
  • Preferred: Wenn die Adresse eindeutig ist (also laut DAD noch nicht verwendet wird), wechselt sie in den Zustand preferred (t1). Dann werden neue Verbindungen bevorzugt von dieser Adresse aus aufgebaut. Dieser Zustand ist allerdings an eine Gültigkeitsdauer geknüpft (die z.B. per Router Advertisement angegeben wird). Sofern diese Preferred Lifetime nicht unbegrenzt ist, verliert die Adresse nach Ablauf der Zeit diesen Zustand. Die Restlaufzeit der Preferred Lifetime wird immer dann zurückgesetzt, wenn ein Router Advertisement (SLAAC) eintrifft (t2) oder ein DHCPv6-Server die Adresse bestätigt.
  • Deprecated: Eine IPv6-Adresse gilt nicht direkt als ungültig, wenn sie den preferred-Zustand verlässt (t3). Sie bleibt dann noch eine Zeit lang gültig und darf verwendet werden, um existierende Verbindungen weiter zu bedienen. Neue Verbindungen werden dann aber von einer anderen Adresse aufgebaut, die sich im preferred-Zustand befindet. Um den Zustand deprecated zeitlich zu begrenzen, gibt es eine Valid Lifetime, die ohne Verlängerung ebenfalls verstreicht. Auch hier gilt: Ein Router Advertisement setzt die Valid Lifetime zurück (t4).
  • Invalid: Nach Ablauf der Valid Lifetime gilt eine Adresse als invalid und darf dann für keinerlei Kommunikation mehr genutzt werden. Sie wechselt dann den Zustand von deprecated in invalid (t5) und verschwindet aus der laufenden Systemkonfiguration. Erhält der Teilnehmer in diesem Zustand ein Router Advertisement für diese Adresse (t6), so ändern sie ihren Zustand wieder in preferred und der Lebenszyklus beginnt von vorne.

Grob gesagt kann eine IPv6-Adresse also zwei Zustände haben: Gültig  und ungültig! Gültige Adressen sind entweder preferred (blau) oder deprecated (orange) und dürfen genutzt werden. Ungültige Adressen sind auf keinem Interface (mehr) aktiv und dürfen logischerweise nicht mehr genutzt werden.

Man erkennt außerdem: Mit den Timern in der SLAAC-Konfiguration am Router sollte man vorsichtig umgehen. Stellt man hier falsche Werte ein, kann es passieren, dass die Adressen der Teilnehmer schneller in den deprecated-Zustand wechseln als der Router seine Advertisements versendet. Das führt dann dazu, dass die Teilnehmer nicht mehr richtig im Netz kommunizieren können (http z.B. ist verbindungslos und jeder weitere Webseitenaufruf scheitert dann am Mangel einer Adresse im preferred-Zustand)!

Manuell zugewiesene Adressen sowie die obligatorischen link-lokalen Adressen haben immer eine unbegrenzte Gültigkeit und bleiben dauerhaft im Zustand preferred. Natürlich müssen aber auch diese Adressen mit DAD überprüft werden, bevor sie als preferred deklariert werden.

Automatische Hostkonfiguration bei IPv6: SLAAC

In größeren Netzwerken ist es für einen Administrator nahezu unmöglich, alle Hosts „von Hand“ mit einer IPv6-Adresse auszustatten. In solchen Netzwerken bietet es sich an, Mechanismen zur automatischen Konfiguration von Endgeräten einzusetzen.

Unter IPv4 gibt es nur ein Verfahren für die automatische Konfiguration, dabei wird ein sogenannter DHCP-Server eingesetzt, der Adressen aus einem Pool an Clients vergibt, die sich im Netzwerk mit entsprechenden Nachrichten (DHCP-Discovery, etc.) um eine Konfiguration bemühen. Neben der IPv4-Adresse verteilt ein solcher DHCP-Server optional auch Informationen darüber, wer den Weg aus dem eigenen Netz heraus kennt („Default Gateway“), wer in der Lage ist, Namen in IPv4-Adressen aufzulösen („DNS-Server“) usw.

Mit IPv6 erhält der geneigte Administrator gleich zwei Wege, um Hosts mit einer Adresse (oder auch einer ganzen Konfiguration) zu versehen:

  • SLAAC (Stateless Address Autoconfiguration)
  • DHCPv6 (Dynamic Host Configuration Protocol Version 6)

Beide Verfahren sorgen dafür, dass Hosts ihre Netzwerkkonfiguration im Netz erfragen können und der Administrator nicht mehr händig in deren Konfiguration eingreifen muss. Sie arbeiten jedoch unterschiedlich und ich möchte in diesem Beitrag zunächst auf SLAAC eingehen.

SLAAC (grob)

SLAAC ist – wie der Name schon verrät – zustandlos („stateless“). Das bedeutet in diesem Kontext, dass es keine zentrale Stelle gibt, die den Zustand des Netzes (in dem Falle also die Konfiguration der Hosts) kennt. Niemand führt Protokoll darüber, wer welche IPv6-Adresse zu welchem Zeitpunkt erhalten hat oder wie lange der Teilnehmer sie geführt hat. SLAAC ist ein Dienst, der auf einem Router läuft. Unter Linux kann man ihn als radvd (kurz für „router advertisement daemon“) installieren. Das Prinzip ist sehr simpel: Der Router sendet in periodischen Abständen Nachrichten („Router Advertisements“) ins Netz, mit denen Clients sich dann selbst konfigurieren können. Da der Zeitabstand zwischen zwei dieser Nachrichten relativ lang sein kann, ist es einem Client möglich, die Nachricht anzufordern („Router Solicitation“). Der Ablauf stellt sich in etwa wie folgt dar:

radvd1

Wie man hoffentlich erkennt, sendet der Client in diesem Szenario zunächst eine Nachricht an den Router, um Konfigurationsinformationen zu erbitten. Darauf antwortet der Router mit einer entsprechenden Nachricht. Diese sendet der Router in periodischen Abständen weiter.

SLAAC (detailliert)

Soviel zum groben Ablauf bei SLAAC, schauen wir nun etwas genauer hin. Folgende Fragen könnten beim Lesen des letzten Absatzes entstanden sein:

  1. Woher weiß der Client, an wen er seine Router Solicitation-Nachricht senden muss?
  2. Wie kann der Router dem Client antworten (Router Advertisement), wenn der doch noch gar keine Adresse hat?
  3. Welche Informationen stecken eigentlich in so einem Router Advertisement?
  4. Warum sendet der Router weiterhin Router Advertisements, obwohl der Client doch nun eine Konfiguration hat?

1. In IPv6 gibt es keine Broadcastadressen und somit keine Broadcastnachrichten mehr, jedoch gibt es Multicastgruppen, auf denen Verfahren wie SLAAC basieren. Für den Client sehr nützlich ist in diesem Fall die Multicastgruppe „All Routers“:

ff02::2

Eine Nachricht, die an diese Multicastgruppe gesendet wird, wird von allen Router auf dem lokalen Link empfangen. Als Absender gibt der Client übrigens seine link-lokale Adresse aus dem fe80::-Prefix an.

2. Man könnte meinen, dass der Router dem Client nun an die link-lokale Adresse antwortet, aber das tut er nicht. Er sendet Router Advertisments generell an die All-Nodes-Multicastgruppe

ff02::1.

So ist sichergestellt, dass alle Teilnehmer auf dem lokalen Link das Advertisment empfangen und die darin enthaltenen Informationen auswerten.

3. Die Router Advertisments enthalten viele verschiedene Informationen, darunter:

  • Prefix: Das Prefix + Länge, welches im Netz genutzt wird (die wohl wichtigste Information)
  • Router Lifetime: Ein Wert in Sekunden, der angibt, wie lange der sendende Router als „Default Router“ – also als Gateway – betrachtet werden darf.
  • O-Flag: Gibt an, ob weitere Konfigurationsdaten per DHCPv6 empfangen werden können. Hier sieht man bereits, dass sich die Verfahren nicht gegenseitig ausschließen. Es ist möglich, eine Art Grundstock an Informationen per SLAAC zu verteilen und den Rest dann über DHCPv6 im Netz zu kommunizieren.
  • M-Flag: Bei gesetztem M-Flag („managed“) erhält der Teilnehmer vom DHCPv6-Server nicht nur zusätzliche Konfigurationsdaten, sondern auch die IPv6-Adresse, die er nutzen soll.
  • A-Flag: Ist das A-Flag gesetzt („autonomous“), so darf der Client sich mit dem Prefix, welches im Advertisment verteilt wird, selbst eine Adresse bilden (siehe Interface Identifier für IPv6-Adressen).
  • Preferred- und Valid-Lifetime: IPv6-Adressen sind nicht unbegrenzt gültig, sie durchlaufen einen Lebenszyklus. Wie lange welche Phase diese Zyklus andauert, wird durch diese beiden Werte festgelegt. Dazu später mehr.

4. Router Advertisments werden auch genutzt, um eine Art Refresh im Netzwerk durchzuführen. Bildet ein Teilnehmer eine Adresse, so ist diese für eine Zeitspanne x gültig. Erhält er in dieser Zeit weitere Router Advertisments, so wird die Gültigkeit jedesmal erneuert. Die Router Advertisements sorgen also dafür, dass die Adresse nicht „ausläuft“.

Soviel zunächst zu SLAAC. In den nächsten Beiträgen zu IPv6 beleuchten wir den Lebenszyklus von IPv6-Adressen und natürlich auch, wie Adressen mit DHCPv6 im Netz verteilt werden. 🙂

Hybrides Leidwesen

Heute bin ich dem Hilferuf eines Freundes gefolgt, dem man bei der Telekom einen Tarif- und Anbindungswechsel verkauft hat. Ein Desaster… Aber der Reihe nach.

Besagter Freund hat bei der Telekom seinen Tarif gewechselt. Bisher nutzte er mangels ordentlicher DSL-Anbindung „Call and Surf Funk“, dabei ist ihm aufgrund der Internetaktivitäten seiner Kinder meist zur Mitte des Monats das Inklusivvolumen ausgegangen, was zu einer Drosselung der Verbindungsgeschwindigkeit führte. Er rief daher bei der Telekom an. Der Vorsatz: Irgendwie mehr Datenvolumen erhalten, wenn es auch ein wenig mehr kostet.

Mehr Datenvolumen konnte und wollte man ihm bei der Telekom nicht anbieten, jedoch könne er von der großartigen neuen Hybridtechnik profitieren. Hybrid bedeutet in seinem Fall, dass er neben der LTE-Anbindung noch eine DSL 2000 RAM-Leitung geschaltet bekommt. Ob das dann besser wird als die Drosselung auf der LTE-Strecke, sei noch dahingestellt… Aber sei es drum. In einem hellen Moment kamen ihm erste Zweifel: „Meine Anschlussdose ist im Keller in einem Raum, aus dem kaum ein WLAN-Signal heraus dringt. Was passiert eigentlich mit meiner LTE-Anbindung, wenn ich den Router dort aufstellen muss?“. Zum Glück konnte man seine Bedenken bei der Telekom schnell zerstreuen. Der Router sei „ohne Probleme im ersten Stock positionierbar“ und auch die Nutzung seiner Telefone sei „kein Problem“. Mit dem neuen Anschluss könne man ja wie gewohnt telefonieren. Prima. Gesagt. Getan. Tarif gewechselt.

Heute kam dann der Anruf rein, bei dem er mich bat, seinen neuen Anschluss in Betrieb zu nehmen. Also fuhr ich los, bis dahin wusste ich ja noch gar nicht, um was für einen „neuen Anschluss“ es sich da handelt und was damit auf mich zukommt. Vor Ort angekommen, habe ich zunächst die Auftragsbestätigung studiert. Es handelt sich um einen „IP-basierten Anschluss“. Gut, das dachte ich mir. Aber warum zur Hölle konnte er mich dann noch mit seinem ISDN-Telefon per ISDN anrufen? Wann soll denn die Schaltung stattfinden? Schalttermin überprüft: 15.10.2015. Nun war ich endgültig verdutzt. IP-basiert seit dem 15.10.? Eine Mahnung der Telekom, dass der alte LTE-Router doch bitte endlich zurückgesendet werden soll, untermauerte meine Verwunderung. Generell habe ich mich auch gefragt, wie ich den Router im ersten Stock platzieren soll, wenn er doch eine direkte Verbindung zur 1. Dose benötigt, die – wie bereits durch den Kunden erläutert – im Keller sitzt. Nebenbei fiel mir auch auf, dass die Nutzung der ISDN-Endgeräte (zwei Telefone, eine Fritz!Card) ebenfalls nicht ohne weiteres möglich ist, denn der tolle „Speedport Hybrid“ hat keinen ISDN-Ausgang (S0-Bus).

Das waren zuviele Fragen, ich habe mich daher an die Hotline gewendet. Nicht, dass ich mir ernsthafte Hilfe erwartet hätte, aber Versuch macht bekanntlich kluch. Dort habe ich zunächst einmal klären wollen, was das denn nun für ein Anschluss ist, der da verkauft wurde und was es mit dem Schalttermin auf sich hat. Es handelt sich laut Auskunft der Mitarbeiterin tatsächlich um einen IP-basierten Anschluss. Immerhin: Um da sinnvoll VoIP zu machen, sollten mehr als 384kBit/s per DSL rumkommen. Ob man das vor Abschluss des Vertrags überprüft hat, konnte man mir aber nicht so recht beantworten. Prinzip: Hoffnung.
Meine zweite Frage galt dem Schalttermin. Wenn das ganze am 15.10. geschaltet worden ist, wieso funktioniert dann noch die ISDN-Technik am Anschluss? Bei dem Auftrag müsse „nachgearbeitet werden“, so die lapidare Erklärung. Diesen Status hat er zumindest seit weit über 5 Wochen. Hat sich aber wohl keiner mehr drum gekümmert. Damit war auch der Schalttermin dahin. Information an den Kunden? Fehlanzeige. Natürlich fordert man trotzdem die gemietete Hardware für den (immer noch) bestehenden Anschluss zurück. So langsam wurde es witzig. 🙂 Wann nun der Auftrag bearbeitet und der Anschluss geschaltet wird, konnte die Mitarbeiterin mir leider nicht verraten. Klar, wozu auch? Prinzip: Mehr Hoffnung.
Auf meine dritte Frage konnte die Dame immerhin klare Antworten geben: Die Nutzung der ISDN-Endgeräte ist mit dem neuen Router nicht möglich. Und natürlich muss der Router auch mit der ersten TAE im Haus verbunden werden zwecks DSL-Anbindung. Die „freie Positionierung“ ist Blödsinn. Natürlich kannte ich die Antwort auf die beiden Fragen, aber ich wollte meinen Standpunkt ein wenig untermauern.

Mit all diesen „Erkenntnissen“ war ich nun ein wenig perplex. Ich bat um Bedenkzeit, was den Auftrag angeht und legte auf. Wie könnte ich all diese Probleme sinnvoll lösen? Natürlich wäre es am einfachsten, den Auftrag zu stornieren und allem beim Alten zu belassen. Aber die Volumenproblematik wäre damit nicht gelöst und eigentlich muss das doch irgendwie gehen.

Beim Stöbern im Kellerraum fand ich ein gutes altes Sternviererkabel, welches in den ersten Stock führt. Sehr gut. 🙂 Wenn ich das nun mit dem Splitter verbinde und dann oben eine UAE setze, müsste ich den Router dort anbinden können. Aber was ist mit dem ISDN-Geräten? Da fiel mir ein, dass ein Bekannter von mir einen „Speedport ISDN Adapter“ gekauft hat, um für teures Geld seinem eh schon viel zu teuren Speedport-Router einen S0-Bus zu verpassen. Vielleicht geht das mit dem Speedport Hybrid auch?

Erneuter Anruf bei der Hotline. Dieses mal ein männlicher Sachbearbeiter mit lustigem Dialekt (immerhin!). Ich frage ihn, ob etwas dagegen spricht, den Sternvierer zu nutzen und den Router dann über eine UAE an den Splitter anzuschließen. „UA…was? Ich frag‘ mal die Technik“ – Warteschleife. -.- Wieder mal. Ein paar Minuten später dann die Antwort: „Nein, das geht so nicht. Da darf a) kein Splitter sein und b) müssen Sie für den Anschluss des Routers an die Telefondose ein IP-Kabel verwenden. Das haben wir. Gibt es in Längen bis 20 m“.
Auftritt Sebi: „Da darf kein Splitter sein? Wieso nicht? Ein Splitter ist ’ne Frequenzweiche. Nicht mehr und nicht weniger. Was stört es die Weiche, wenn keine niederfrequenten Signale ankommen? Und was zur Hölle ist ein IP-Kabel? IP ist ein Protokoll. Ein Kabel ist ein Kabel. Wollen Sie mich für dumm verkaufen?“
Mitarbeiter (etwas kleinlaut): „Äh. Also. So genau weiß ich das auch nicht. Der Kollege aus der Technik hat mir das so gesagt“.
Sebi (nun in Fahrt): „War das der Kollege, der die Kunden auch berät, wenn es um die Nutzbarkeit von Tarifen und Anschlüssen geht? Dann wundert es mich nicht, dass hier nix funktioniert.“
Mitarbeiter: „Also die Verträge werden ja hier beim Kundenservice abgeschlossen und manche Mitarbeiter kennen sich mit der Hybridtechnik halt noch nicht so gut aus…“
Sebi (ins Wort fallend): „… aber verkaufen können die das?!“.

Die Diskussion ging noch eine Zeit lang weiter, führte aber nicht so recht zu einem Ergebnis. Bestimmt auch meine Schuld. Ich bin’s aber auch wirklich leid, immer den Mist auszubaden, den so ein provisionsgeiler Telekom-Fuzzi verbricht. Immerhin will man bei der Telekom nun einen Speedport ISDN-Adapter rausschicken und dafür sorgen, dass der neue Anschluss noch in diesem Jahr geschaltet wird. Ob dann alles so funktioniert, werden wir dann sehen. So richtig überzeugt bin ich davon noch nicht. Aber im schlimmsten Fall hat der Kunde ja glücklicherweise 14 Tage uneingeschränktes Widerrufsrecht.